Geschichte

Der Hof Brechmann wird erstmals in einer Urkunde des Bischofs Bernhard von Oesede aus dem Jahre 1153 als „Brehtme“ oder „Brechtme“ erwähnt. Der Ortsteils Stukenbrock innerhalb der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock führt ebenfalls seine Gründung auf diese Urkunde zurück, sodass der Hof Brechmann als Urhof von Stukenbrock und Stammhof der Namensträger Brechmann bezeichnet werden kann. Noch um 1900 bestanden große Teile des Besitzes aus Heiden, die als extensive Viehweide und zur Plaggengewinnung genutzt wurden. Aufgrund des Mangels an Einstreu wurden diese Heideplaggen in die Viehställe gebracht und dann als Dung auf die wenigen, oft nur kleinen Ackerfläche gefahren. Die einzigen ertragssicheren Grünlandflächen waren zu diesem Zeitpunkt die Talsohlen des Wehrbaches, wobei der Name zutreffend auf Stauwehre hinweist, die im zeitigen Frühjahr und nach der Mahd geschlossen wurden, um durch Überflutung mit dem Bachwasser eine gewisse Düngung zu erreichen.

Ab ca. 1920 bestand durch den Einsatz eines dampfmaschinenbetriebenen Tiefpflugs die Möglichkeit, Heideflächen in größerem Umfang zu kultivieren. In Verbindung mit Mineraldünger konnte so auf  ca. 10 ha die Betriebsgrundlage verbessert werden, allerdings meist auf kleinen, bis zu 1 ha großen Schlägen. Daneben gelang es den sogenannten Heideteich, ein ca. 3 ha Quellsumpfgebiet mit 2 Heideweihern, trockenzulegen und in relativ ertragsreiches Grünland umzuwandeln. Dadurch konnte die Anzahl der Milchkühe von 3-4 auf 7-8 Tiere erhöht werden.

Bereits während des 2. Weltkriegs, verstärkt aber ab 1950 setzte die Aufforstung der ehamligen Heideflächen ein, zunächst mit Kiefern, später auch mit Rotfichten. Die ehemals offenen Heideflächen sind damit nahezu vollständig verschwunden. Wie auch bei anderen Sennehöfen entstand durch Anstau des Wehrbaches im 18. Jahrhundert ein Teich, der lange Zeit zur Wasserversorgung diente und durch den Besatz mit Fischen (vor allem Karpfen) den Speisezettel der Hofbewohner erweiterte.

Das Haupthaus, ein Vierständer-Fachwerkbau, entstand 1733. Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz.